Pressebericht 10. Juli 2023

Grenchen will sich mit Graffitis ein neues Gesicht geben

Aus dem Wasser ragende Schriftzüge, ein Rettungsring und ein Krokodil: Am Graffiti-Festival in Grenchen haben erfahrene Sprayer eine fast 100 Meter lange Mauer verschönert.

Aus dem Feuerwehrdepot ergiesst sich eine Flutwelle. Das Wasser schlägt hohe Wellen und stürzt die Strasse hinunter Richtung Stadt. Zum Glück wird die Welle niemandem gefährlich. Und wenn alles läuft wie geplant, dann wird es noch einige Jahre hier bleiben – das auf eine fast 100 Meter lange Mauer gebannte Kunstwerk in Grenchen. An der Schmelzistrasse beim Feuerwehrdepot hat am Samstag das zweite G-Town-Graffiti-Festival stattgefunden. 14 Künstler aus der Region haben dabei eine zuvor graue Fläche von 170 Quadratmeter in eine farbige Wasserlandschaft verwandelt. Vom künstlerischen Leiter Rafael Wingeyer – bekannt als Bieler Graffiti-Artist Renb1 – waren dabei nur zwei Dinge vorgegeben: das Motto «Unter- und Überwasserwelt» sowie die zu verwendenden Farben. Ansonsten konnten sich die Sprayer austoben und ihre eigenen Schriftzüge und Charaktere anbringen.

Nur ausgewählte Künstler

Am Samstagnachmittag nimmt das Werk langsam Formen an. Aus den Fluten ragen rot-orange Schriftzüge mit den Namen der Künstler. Mal sorgen plastische Elemente für einen 3D-Effekt, mal arbeitet jemand an filigranen Details. Hier schwimmt ein Rettungsring, dort steigen Luftbläschen in die Höhe.
Dazwischen badet ein grimmig dreinschauendes Krokodil mit futuristischer Taucherbrille. Und etwas weiter unten steigt eine Frau aus den Tiefen der Flut, ihr dunkles Haar schlängelt sich wie Seegras um ihren Kopf.

Das fotorealistische Bild stammt von Graffiti-Künstler Nims.
Dieser werde sicher drei bis vier Tage daran arbeiten, sagt Wingeyer über die herausstechende Arbeit. Die anderen Werke sollten innerhalb eines Tages fertiggestellt sein. Am Sonntag folgt der Feinschliff und der Hintergrund. Das Ganze geht nur deshalb so schnell vonstatten, weil die Beteiligten allesamt erfahrene Künstler sind. Die meisten würden seit 20 Jahren sprayen, so Wingeyer. Für die Wand in Grenchen hat er die Teilnehmer persönlich eingeladen. Kommen durften nur diejenigen, die Erfahrung mit konzeptionellen Arbeiten haben und die bereit sind, mit gewissen Vorgaben zu arbeiten. Besonders stolz ist er, dass auch die beiden Bieler GraffitiUrgesteine Sèyo und Sonic dabei sind. «Das hier soll eine Vorzeigewand erden», sagt Wingeyer. Ein Werk also, das nicht mehr übermalt wird. Den letzten Platz haben die Organisatoren mittels eines schweizweiten Wettbewerbs vergeben. An diesem Tag bleiben die Männer unter sich – Frauen gebe es in der Szene nur sehr wenige…

Info weitere Bilder sehen Sie auf ajour.ch

© Bieler Tagblatt, 10.07.2023 Text by Carmen Stalder und Fotos by Salmen Saidi

zweiten G-Town-Graffiti-Festival

Presse Bericht Juli 2023

Sprayer verpassen der Industriestadt ein modernes Antlitz: Graue Grenchner Wand wurde in eine faszinierende Unter- und Überwasserwelt verwandelt

Am zweiten G-Town-Graffiti-Festival erhielt die Schmelzistrasse eine künstlerische Aufwertung. Spiritus Rector des legalen Sprayens in Grenchen ist Gemeinderat Matthias Meier-Moreno.

Eine inspirierende künstlerische Welle schwappt an der Schmelzistrasse von unterhalb des Feuerwehrgebäudes knapp 100 Meter gen Süden. Verantwortlich dafür zeichnen die 15 Kunstschaffenden des G Town Graffiti Festivals 2023, die über das Wochenende die bis anhin kahl-graue Wand in eine faszinierende Unter- und Überwasserwelt verwandelten.

Dieses Thema war vorgegeben, ebenso die Farbpalette, welche neben dem Bezug zum eigentlichen Thema auch dem nahen Wald huldigte. Entstanden ist ein einheitliches Gesamtkunstwerk, zusammengesetzt aus individuellen Puzzlestücken der fast ausnahmslos regionalen Graffitiartisten.

Schriftzugähnliche Teile wechseln sich dabei mit Charakterwerken ab, was dem Ganzen eine zusätzliche Spannung verleiht. «Wir kennen natürlich die Szene und luden Künstlerinnen und Künstler ein, die sich im Konzept-Sprayen bereits bewährt haben», erklärte der künstlerische Leiter Rafael Wingeyer, der nicht nur in Vor- und Nacharbeit, sondern auch als «Renb1» an der Wand tätig war. Die konzeptionellen Vorgaben hielten die Kunstschaffenden nicht vom (gewünschten) Improvisieren und von teilweise klaren, gesprayten Aussagen zu aktuellen Themen ab.

Graffiti-Tour künstlerisch vermarkten

Das nun entstandene Werk ist erschaffen worden, um zu bleiben, wie Matthias Meier-Moreno erklärte. Er gilt als Spiritus Rector der legalen Spray-Kunst in der Stadt und amtet auch als Präsident des Vereins «Aus Liebe zu meiner Stadt», der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde den jährlichen Anlass verantwortet.

«Als Industriestadt verfügen wir glücklicherweise über genügend Flächen, die in Zukunft verschönert werden können und so ein modernes und urbanes Antlitz vermitteln», bemerkte der Kantons- und Gemeinderat (Mitte) weiter. Geplant sei, dass die Jurasonnenseite dies künftig touristisch vermarkte, damit Besucher die Stadt auf eigene Faust mithilfe einer Graffiti-Tour oder -Stadtkarte erkunden können.

Die Kunstschaffenden erhielten übrigens für ihre tolle Arbeit lediglich Verpflegung und Spesenentschädigung. «Zusammen eine gute Zeit zu verbringen, eine geile Wand zu gestalten mit der Gewissheit, dass der eigene Name darauf überdauert, reicht uns als Lohn vollkommen», erklärte «Renb1» dazu.

© Grenchner Tagblatt, 09.07.2023 Text by André Weyermann und Fotos by Patrick Lüthy

Eindrücke vom Graffiti-Festival Grenchen.

Plakat des Graffiti-Festivals

Grenchner Mauern warten auf Farbe: Am 8. Juli kommt sie

 

Am 8. Juli wird in Grenchen die 2. Ausgabe des «G-Town Graffiti Festival» durchgeführt. Das Publikum kann beim Sprayen zuschauen.

Das G-Town Graffiti Festival vom 8. Juli 2023 bietet regionalen und nationalen Graffitiartisten jährlich die Möglichkeit, ihre Kreativität an einer ausgewählten Wand auszudrücken und einem breiten Publikum zu präsentieren. Der Veranstalter gibt eine Thematik vor und ist verantwortlich für die professionelle Vorbereitung und Grundierung der Wand.

«Dieses Jahr steht ganz im Zeichen der Unter- und Überwasserwelt oder in Graffitisprache ausgedrückt ‹Well Well Well›», heisst es in einer Mitteilung der Veranstalter. Verantwortlich für den Anlass ist der Verein «Aus Liebe zu meiner Stadt» in Zusammenarbeit mit der Stadt Grenchen.

Als Bindeglied zwischen der Graffitiszene und der Stadt amtet Kantons- und Gemeinderat Matthias Meier-Moreno. Als künstlerische Leiter ist der Bieler Graffitiartist «Renb1» (Rafael Wingeyer) tätig, welcher vor Ort für die Umsetzung verantwortlich ist.

Für die diesjährige Ausgabe, welche am Sa. 8. Juli 2023 (10 – 22 Uhr) an der Schmelzistrasse in Grenchen über die Wand geht, wurden 14 Künstlerinnen und Künstler eingeladen, welche eine 96m lange Wand auf einer Fläche von ca. 170m2 gestalten können. Der letzten Platz wird via «Wildcard», mittels schweizweitem Wettbewerb und finalem Juryentscheid, vergeben.

Als offizielle Partner des G-Town Graffiti Festival konnte nebst der Stadt Grenchen die Firma Breitling gewonnen werden , welche den Anlass mit einem namhaften Betrag unterstützen, sowie weitere Sponsoren.

Ziel des Graffiti Festivals ist es, «graue Orte aufzuwerten, einen Mehrwert für die Stadt zu schaffen, dem Stadtbild ein urbanes und modernes Antlitz zu verleihen. Zukünftig sollen Besucher die Stadt mit Hilfe einer Graffiti-Tour oder -Stadtkarte erkunden können. (mgt)

Grenchner Tagblatt vom 30.06.2023.

 

Wie eine graue Mauer zu einem Graffiti-Kunstwerk wird

Der Verein «Aus Liebe zu meiner Stadt» lädt zum zweiten G-Town Graffiti Festival an die Schmelzistrasse in Grenchen ein. Am 8. Juli kann man von 10 bis 22 Uhr den Graffiti-Künstlern über die Schulter schauen.

«Die Wand entlang der Schmelzistrasse muss vorgängig noch herunter gewaschen, allfällige Löcher müssen geflickt und mit einer Grundierfarbe gestrichen werden», sagt Matthias Meier-Moreno, Präsident des Vereins «Aus Liebe zu meiner Stadt» und Organisator des Events. Und je nach Thema, etwa Wasserwelt, wird auch bereits eine Grundfarbe angebracht. Ziel ist, zwölf Künstlern die Möglichkeit zu geben, gemeinsam ein Kunstwerk zu erschaffen, das wie aus einem Guss daherkommt und durch Qualität überzeugt…

Treffpunkt Grenchen / Verlagsbeilage vom 11./12. Mai 2023 / Grenchner Tagblatt • Grenchner Stadt-Anzeiger • Solothurner Zeitung

Grenchen auf dem Weg zum «Urban-Art-Hotspot»

Graffitis boomen weltweit. Nachdem «Bane» für Breitling eine Wand in Grenchen bemalte, fand jetzt an der Brühlstrasse die 1. Graffiti-Jam statt. Und: Es soll noch munter weitergesprayt werden.

Aufgrund einer Auswertung von Instagram-Fotos wurde eine Hitliste der 99 Top Graffiti Citys erstellt. Dabei ist New York der weltweite Hot-Spot Nummer 1. Es folgen London, Paris, Sao Paulo, Berlin, Los Angeles, Bogota, Barcelona, Reykjavik, Miami, Düsseldorf, Toronto, Montreal, San Francisco, Moskau, Madrid, Lissabon, Rom, Mailand und Rio de Janeiro. Das die Top 20. Die Schweiz ist mit Genf auf Rang 73 und Zürich auf Rang 79 auch in den Top 99 vertreten. Nun, vielleicht schafft es Grenchen auch bald in diese Liste. Vor wenigen Wochen präsentierte Urban-Art-Künstler Fabian «Bane» Florin neben dem Breitling-Hauptsitz in Grenchen ein rund 100 m langes Graffiti, das von der emsig, ameisigen Betriebsamkeit der Uhrmacher inspiriert ist. «Street-Art weckt Emotionen», bekräftigt Breitling CEO Georges Kern. «Das passt perfekt zu Breitling und dem entspannten Lifestyle, für den die Marke steht.» Derlei ist das Breitling-Graffiti an der Léon Breitling-Strasse ein vorläufiges Highlight der notabene schon stattlichen Anzahl von Urban-Art-Kunstwerken im Grenchner Raum. «Für eine Stadt dieser Grösse ist die Dichte an moderner Kunst im öffentlichen Raum vielleicht gar einzigartig», sagt Stadtpräsident François Scheidegger…

SOLOTHURNER WOCHE, Nr. 28 / 14. Juli 2022. Text bei Michael Schenk.

Grenchen organisiert das «G-Town» Graffiti Festival 2022

Wie die Gemeinde Grenchen mitteilt, soll die urbane Kunst im öffentlichen Raum mit dem Graffiti Festival am 9. Juli 2022 mehr gefördert werden.

Nachdem der Streetart-Künstler «Bane» in Grenchen bei der Firma Breitling seine farbigen Spuren hinterlassen hat, folgt nun ein regionales Graffiti Festival, welches die urbane Kunst im öffentlichen Raum weiter fördern will. Dieser Anlass soll als Initialzündung für mehr freie Flächen dienen, welche durch Graffiti- und Streetart-Künstler farbig gestaltet werden und dem Stadtbild ein urbanes und modernes Antlitz verleihen sollen.

Verantwortlich für den Anlass ist die Vereinigung «Aus Liebe zu meiner Stadt» in Zusammenarbeit mit der Stadt Grenchen und Jurasonnenseite. Als Bindeglied zwischen der Graffitiszene und der Stadt Grenchen amtet der Initiator der legalen Spraywand (Nordbahnhof) und Gemeinderat Matthias Meier-Moreno. Als künstlerischer Leiter konnte der Bieler Graffitiartist Renb1 gewonnen werden, welcher vor Ort für die Umsetzung verantwortlich ist.

Der Anlass findet am Samstag, 9. Juli 2022, zwischen 10 bis 22 Uhr ausserhalb des Sportplatz Riedern an der Brühlstrasse 17 statt. Die 80 Meter lange Betonwand (150 Quadratmeter) dient zehn Graffitiartisten aus der Region Biel, Grenchen und Solothurn als Freilichtleinwand. Es sind dies Renb1, NIMS und SmeЯ aus Biel, RosyOne und Horus aus Solothurn, dazu kommen aus Grenchen Kobs_trs und Stur71 sowie drei weitere Artisten.

Dieser erste offizielle Anlass wurde bewusst mit regionalen Künstlern bestückt, denn diese sind das tragfähige Fundament für weitere Ausgaben, welches gerne zu einem überregionalen Graffiti oder sogar Streetart Festivals wachsen darf.

Nau.ch / Ueli Hiltpold

Bereit für die künstlerische Gestaltung: die 80 Meter lange «Leinwand» für das erste G-Town Graffiti Festival wurde gelb grundiert. at.

Graffiti Event soll das Riedernstadion farblich aufpeppen

G-TOWN GRAFFITI FESTIVAL

Am 9. Juli trifft sich die regionale Sprayerszene beim Riedernstadion in Grenchen.
Die Mission: Eine hässliche Betonwand verschönern.

Der kultige Graffitikünstler «Bane» lieferte bei der Uhrenfirma Breitling letzte Woche die Vorgabe – die besten Graffitikünstler der Region Biel-Solothurn können ihm jetzt nacheifern: Die Stadt Grenchen stellt ihnen dafür in der Sportzone eine Wand zur Verfügung.

Die Stadioneinfriedung des Fussballplatzes Riedern soll am kommenden Samstag, 9. Juli die Leinwand bilden für die zehn Graffitikünstler. Das Ganze wird als Happening inszeniert und nennt sich «G-Town Graffiti Festival 2022».

Matthias Meier-Moreno, Grenchner Politiker und Initiator der schon vor mehreren Jahren etablierten «legalen Sprayerwand» beim Nordbahnhof, weiss mehr:

«Es geht darum, farbige Akzente in unserer Stadt zu setzen und ihr damit auch ein etwas urbaneres und moderneres Aussehen zu verpassen.»

Dafür wurde ein 80 Meter langes Stück Betonwand beim Riedernstadion (Brühlstrasse 17) ausersehen. Dank seiner Kontakte in die lokale Graffitiszene konnte Meier-Moreno 10 Artisten zwischen Solothurn und Biel für die Aktion gewinnen. Auf 150 Quadratmetern können sich die Sprayer am 9. Juli zwischen 10 Uhr und 22 Uhr «austoben», und das Publikum kann ihnen in dieser Zeit über die Schultern schauen. Jeder Artist kann dabei ein gleich grosses Stück der Wand gestalten. Damit das ganz dennoch eine Art farbliche Harmonie erhält, wurde die Wand schon einmal in einem gelben Farbton grundiert. Die Künstler sollen möglichst auch die ihnen von den Organisatoren zur Verfügung gestellte Farbpalette von 12 Farben nutzen, erklärt Meier weiter.

Als künstlerischer Leiter der Aktion konnte der Bieler Graffitikünstler «Renb1» gewonnen werden. Er soll vor Ort das Graffiti Festival koordinieren. Meier sieht das Event als Auftakt zu weiteren ähnlichen Veranstaltungen in der Stadt. «Es gibt noch viele Mauern in der Stadt, die ein schönes Sujet vertragen könnten», meint der ehemalige Präsident der offenen Jugendarbeit Grenchen im Lindenhaus. Die alte
Stadionmauer hat noch weitere Abschnitte und auch beim Promenadenweg gebe es noch eine grosse Betonwand. Er stehe auch im Gespräch mit der SWG hinsichtlich der Gestaltung von grösseren Trafostationen: «Diese Gebäude sind oft schon versprayt, doch sie könnten bei entsprechender Gestaltung zur Urban-Art aufgewertet werden.»

Auch bei der Tennishalle sind Graffitibereiche vorgesehen, die aber dem Vernehmen nach vorerst zurückgestellt wurden. Dies, weil dort zuerst noch die Notausgänge erstellt werden müssen. Hier soll auch ein Bereich entstehen, der wie die Mauer am Nordbahnhof für alle Sprayer zur Verfügung steht.
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Folgende Sprayer können vermeldet werden (Künstlernamen): Renb1 (Bienne),
NIMS (Bienne), Kobs_trs (Grenchen alias G-Town), RosyOne (Solothurn), Stur71 (G-Town), Horus (Solothurn) und SmeR (Bienne). Dazu weitere Artisten, welche anonym bleiben möchten

Andreas Toggweiler | 30. Juni 2022 | Grenchner Tagblatt

Bericht als PDF-Datei: